Wie fühlt sich Demenz an? Worauf kommt es bei der richtigen Lagerung von Patientinnen und Patienten an? Und wie wichtig ist eine gründliche Händedesinfektion wirklich? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhielten interessierte Schülerinnen und Schüler beim Pflegecamp „Care for Future“ am 25. März 2026 an der bfz Pflegeschule.
Das Besondere: Der gesamte Tag wurde von den Auszubildenden der Schule selbst durchgeführt. Mit viel Engagement, Kreativität und Fachwissen gestalteten sie verschiedene Mitmach-Stationen, an denen die Teilnehmenden Pflege hautnah erleben konnten.
Ein besonderes Highlight war der Demenzparcours, der von der Alzheimer Gesellschaft Bayreuth zur Verfügung gestellt wurde. An mehreren alltagsnahen Stationen – wie Frühstücken, Einkaufen oder Mittagessen – konnten die Besucherinnen und Besucher nachempfinden, wie sich eine Demenzerkrankung auswirkt. Diese eindrucksvolle Erfahrung förderte das Verständnis für die Lebenswelt betroffener Menschen und sorgte für viele nachdenkliche Momente.
An einer weiteren Station ging es um das Thema Wundversorgung: Hier durften die Teilnehmenden selbst ausprobieren, wie Verbände korrekt angelegt werden und welche unterschiedlichen Verbandstechniken es gibt. Unterstützt wurden sie dabei von den Pflegeschülerinnen und -schülern, die ihr Wissen praxisnah vermittelten.
Auch die Lagerung von bettlägerigen Patientinnen und Patienten wurde anschaulich vermittelt: Mithilfe einer Übungspuppe konnten verschiedene Positionen ausprobiert werden – ein wichtiger Bestandteil der Pflege, um Druckstellen zu vermeiden und das Wohlbefinden zu steigern.
Wie entscheidend Hygiene im Pflegealltag ist, zeigte die Station zur Händedesinfektion. Nach der eigenen Desinfektion konnten die Teilnehmenden unter UV-Licht prüfen, wie gründlich sie gearbeitet hatten – mit oft überraschenden Ergebnissen. Schnell wurde klar: Gute Händehygiene wird häufig unterschätzt.
Für viele ebenfalls spannend war die Station rund um die Säuglingspflege: Hier konnten die Teilnehmenden lernen, ein Baby richtig zu wickeln und erhielten wichtige Tipps, worauf dabei zu achten ist.
Im Raum der Sinnewurde es schließlich besonders kreativ: Die Schülerinnen und Schüler setzten sich mit Basisemotionen auseinander und konnten in verschiedenen Fühlboxen ihren Tastsinn erproben. Diese Station verdeutlichte, wie wichtig Wahrnehmung und Einfühlungsvermögen in der Pflege sind.
Abgerundet wurde das Angebot durch eine Station zur Nahrungs- und Flüssigkeitsgabe bei Menschen im Bett. Hier konnten die angehenden Pflegekräfte zeigen, worauf es beim Anreichen von Essen und Getränken ankommt – ein Bereich, der viel Feingefühl und Aufmerksamkeit erfordert.
Dieser besondere Tag bot nicht nur einen abwechslungsreichen Einblick in den Beruf, sondern machte auch deutlich, wie vielseitig und verantwortungsvoll die Pflege ist. Für alle Beteiligten war es ein rundum gelungenes Erlebnis – mit vielen neuen Eindrücken und vielleicht auch dem ersten Schritt in Richtung Pflegeausbildung.